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Europas Berge


Die Zugspitze

Mit 2964 m ist die Zugspitze der höchste Berg Deutschlands.
Man kann den Gipfel dieses imposanten Berges zu Fuß oder auch mit einer der 3 Bergbahnen erreichen.
Hier möchte ich über die Möglichkeiten der Besteigung schreiben.
Will man zu Fuß auf die Zugspitze hat man 4 verschiedene Wege zur Auswahl:
übers Höllental
übers Reintal
übers Gatterl
oder über die Wiener-Neustädter Hütte.
Geübte und erfahrene Bergsteiger können auch von der Alpspitze aus über den Jubiläumsgrat die Zugspitze erklimmen.


Über das Höllental
Ausgangspunkt dieser sehr eindrucksvollen, aber auch anstrengenden Tour ist der Ort Hammersbach in einer Höhe von 753 m. Von dort aus steigt man in ca. einer Stunde auf zur Eingangshütte der Höllentalklamm (1054 m). Eine Alternative zur Höllentalklamm bietet auch der Stangensteig, der auf Brücken in 73 m Höhe über der Klamm begangen wird. Der Fußweg wurde zwischen 1902 und 1905 angelegt, ist ca. 1 km lang und nur im Sommer begehbar. Durch die Höllentalklamm fließt der Hammersbach, in der man einen Höhenunterschied von 145 m überwindet.
Der Weg führt durch beleuchtete Tunnel und über Brücken, so dass man höchstwahrscheinlich etwas nass am Ende ankommt (evtl Regensachen). Durch das tief eingeschnittene Tal tost sehr eindrucksvoll der Hammersbach . Nach ca. einer halben Stunde Fußmarsch erreicht man das Ende der Klamm. Von hier aus führt ein Weg weiter zur Höllentalangerhütte (hier trifft der Stangensteig wieder auf den Normalweg).
Ein breiter, steiler Weg führt in Kehren zur Höllentalangerhütte auf 1379 m hinauf. Gesammtgehzeit von Hammersbach aus beträgt 2-2,5 Stunden. Hier bietet sich die Möglichkeit einer Übernachtung. Die Höllentalangerhütte hat 88 Schlafplätze und ist von Mai bis Mitte Oktober bewirtschaftet. Geht man von Hammersbach aus direkt ohne Zwischenübernachtung auf der Höllentalangerhütte auf den Gipfel der Zugspitze, so muss man einen Höhenunterschied von 2210 m überwinden.
In ca. einer halber Stunde gelangt man von der Hütte aus zum hinteren Talgrund. Dort ist es an der Zeit, die Klettersachen anzulegen. Anschließend folgen Leiter (eine Reihe von Klammern 20 m lang) und Brett (siehe nächstes Foto).
Das sogenannte Brett führt mit Trittstiften über eine 40 m lange, 55° geneigte und völlig glatte Wand. Es folgt das Höllentalkar zum “Grünen Buckel”. Dieser ist das letzte Grün dieser Tour, anschließend folgt nur noch Geröll bis zum Gletscher. Der Höllentalferner beginnt in einer Höhe von 2300 m. Man steigt auf den vorhandenen Spur bis zum Einstieg des Klettersteiges. In schneearmen Jahren ist es mitunter schwierig die Einstiegsleiter zu erreichen. Nun sind es noch ca. 700 Höhenmeter bis zum Gipfel. Der Klettersteig zieht sich schräg durch die Ostwand, anstrengend und luftig, aber nicht extrem exponiert.
Unterwegs spornt der Blick zum Gipfel noch zusätzlich an. In 2660 m Höhe erreicht man die Irmerscharte. Von ihr aus öffnet sich der Blick nach Westen zum Eibsee. Nun sind es noch ca. 330 gutgesicherte Höhenmeter bis zum Gipfel. Begibt man sich im Frühjahr auf diese Tour, so ist dort oft noch reichlich Altschnee anzutreffen.
Kurz vor dem Gipfel erreicht man den Jubiläumsgrat (sehr anspruchsvolle Tour zur Alpspitze).
Gehzeiten:
Hammersbach - Höllentalangerhütte 2-2,5 Stunden (über Stangensteig ca. eine halbe Stunde länger) Hammersbach - Eingangshütte Höllentalklamm ca. 1 Stunde Höllentalklamm eine halbe Stunde
Gehzeiten: Hammersbach - Höllentalangerhütte 2-2,5 Stunden (über Stangensteig ca. eine halbe Stunde länger)
Hammersbach - Eingangshütte Höllentalklamm ca. 1 Stunde
Höllentalklamm eine halbe Stunde

Höllentalangerhütte - Zugspitzgipfel 5- 6 Stunden